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Because that you are going (1260) -- 1873

"Because that you are going" ist eines von etlichen Gedichten Dickinsons, die sich mit dem Tod beschäftigen. Hier ist es der Tod eines nahen Menschen. Dass diese Person gehe, heißt es, und nicht zurückkomme, sollte doch Anlass sein, den Tod bis über die Sterblichkeit auszudehnen. Natürlich weiß die Sprecherin, dass das nicht geht. Daher klammert sie sie sich, rückblickend, daran, dass sie beide gelebt haben. Dass sie dieses Leben jedoch füreinander leben sollten und nicht durften, sei nicht die Schuld Gottes, sondern dieses gemeinsame Leben war in Wirklichkeit nie lebbar.

Das Leben überhaupt, sagt die Sprecherin, wurde in der Tat nie gelebt. Eine tatsächliche Gegenwart habe es nie gegeben, immer nur eine fiktive. Und der einzige Mensch, mit dem sie sich ein Leben hatte vorstellen können, war eben jener. Alle anderen sorgten nur dafür, dass sie sich zurückzog.

Aber die Sprecherin ist entschlossen genug, das nicht einfach hinzunehmen, sondern den Kampf aufzunehmen, sogar mit Gott. Über Unsterblichkeit wolle sie mit Gott sprechen. Um vor schädlichen Einflüssen zu schützen, wolle sie die geliebte Person gar vor Himmel und Hölle verbergen.

In den Augen der Sprecherin ist Gott vom Gesicht der Geliebten verdeckt. Wenn Gott also ein liebender Gott sei, dann hat selbst das für die Sprecherin eine negative Konnotation: Schließlich sei er ein eifersüchtiger Gott. Das wird Dickinson später in Gedicht 1719 erneut feststellen, wird ein Gedicht um diesen Satz schaffen. Wenn durch ihn alles sei, so die Hoffnung in der letzten Strophe, dann werde er bestimmt entschädigen für „konfiszierte Götter“.

 

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