Emily Dickinson


Title divine - is mine!


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Title divine – is mine! (1072) -- 1862

Die spätere Version des Gedichtes beinhaltet das “Tri Victory” in Zeile 12, lässt Ausrufezeichen in den ersten beiden Zeilen weg sowie die Hervorhebung des “this” in der letzten Zeile und ein anschließendes Fragezeichen. Somit ist diese Version bestimmter und spöttischer. Der ewige Titel sei ihrer, beginnt das Gedicht. Und in der Tat, alles was folgt, bestätigt dies: Sie ist die wahre Königin, hat die ganze Macht und den Titel, nicht aber die Insignien, sprich die Krone und ohne Zeremonie. So ist sie eine Königin im Verborgenen. Und sie ist stolz, denn das Schicksal derjenigen, die eine Krone tragen und zur Frau genommen werden, ist der vorherbestimmt. „Born – Bridalled – Shrouded“ ist ein tragischer Dreisatz, einer, der nicht der natürliche ist: „Stroking the melody“, steht dort. Flüssig kommt es nicht daher. Und so ist sie wohl froh, dass ihr dieses Schicksal vorenthalten bleibt und sicher, dass das nicht der richtige Weg ist.

„Ironically reversing the image of herself as the helpless waif, Dickinson presents herself as `Royal,´ an `Empress of Calvary´”, schreibt Wendy Martin. Das Gedicht ist augenscheinlich ein zwar in der Tat ironisch übertriebener, aber überzeugter Ausdruck ihrer Macht über sich selbst. Es ist die Abkehr vom Master und Ausdruck der wiedergefundenen Eigenständigkeit. Dass über dem Gedicht der Tod schwingt, erklärt Roland Hagenbüchle damit, dass Zeitbewusstsein und Todesbewusstsein für Dickinson eins. Und da verwundere es auch nicht, dass „Fragen über Gott und Jenseits häufig im Zusammenhang mit dem Phänomen des Todes auftauchen“. (Hagenbüchle, 10)

Alfred Habegger beleuchtet den biographischen Hintergrund des Gedichtes, das expliziter Ausdruck der Übereinkunft mit Wadsworth gewesen sei. Dickinson hatte es an Bowles geschickt, um das Geheimnis mit ihm zu teilen.

 


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