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Postmoderne

Postmoderne als Weiterführung der Moderne?


 


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POSTMODERNE

LITERATUR

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Don DeLillo Kaum ein Werk ist umfangreicher, abwechslungsreicher, und doch auf jeder Seite unverwechselbar. Don DeLillo hat sich seit seinem Debut Americana im Jahr 1971 so ziemlich allen Phänomenen des amerikanischen Lebens gewidmet: Vom Einfluss der Massenmedien (Americana) über den Sport als verregelte Austragung von Gewaltakten (End Zone), bis hin gar zur Musik der 1970er (Great Jones Street). Kaum ein Phänomen und eine Welt, die er unbesichtigt liesse, in Ratner's Star etwa schildert er eine kaum greifbare, immer wieder entrückte, ebenso abgehobene wie künstliche Welt von Weltraum und Mathematik. 

Der wiederentdeckte vermeintliche Porno aus Hitlers Bunker, die Welt der Künstler und der Fälscher bestimmt Running Dog, und in Players widmet sich DeLillo erstmals dem Thema Terror, das ihn weiter beschäftigen wird - sowohl in The Names als auch in Mao II.

Kaum ein Romancier hat sich ernsthafter und tiefgründiger mit dem Terror und seinen Ursachen auseinander gesetzt als DeLillo. Nach dem 11. September 2001 wurde daher von ihm eine entscheidende Stellungnahme erwartet, doch er blieb zunächst stumm, trat später auf, las öffentlich vor, das war selten genug. Aber eigene Texte waren von ihm nicht zu hören. Erst im Dezember 2001 veröffentlichte er im "Harper's Magazine" den Text In the Ruins of the Future. Dass jemand aus der Entwicklung zumindest der westlichen Welt, wie DeLillo sie immer wieder beschrieben hat, tatsächlich die Konsequenzen gezogen hat, die DeLillo angedacht und vorgedacht hat, das war ihm unbegreifbar. "When the second tower fell", schreibt er, "my heart fell with it." 

In DeLillos erstem Roman nach den Anschlägen, Cosmopolis, kreist die Welt - in Stretch-Limousinen gezwängt - um Wolkenkratzer in Manhattan. Die ganze Welt in einem Auto; ein sinnlos gewordenes, abgeschlossenes System; rücksichtslos grausam, aus den Fugen und todessehnsüchtig.

In seinem Blick beibt DeLIllo dabei - wie immer - beinahe neutral. Was er auch anzumahnen und auszusetzen hat, er prangert nicht an, sondern beschreibt den Mangel; unerbittlich. White Noise ist ein Schlüsseltext zu DeLillos Werk. All die Motive, die sich in früheren Romanen fanden - das Leben in der postmodernen, medialisierten Welt; die Faszination von Faschismus, Popkultur und Religion; die Besessenheit vom Tod und seiner Unausweichlichkeit -, all jene finden sich in diesem Roman.

Das Attentat an Kennedy, das in beinahe jedem Roman auftaucht, die plots und plotters, detailbessen aufgearbeitet in Libra. Das Leben als Schriftsteller, seine Wirkungslosigkeit im Schatten der Bilder und des Terrors, Thema im brillanten Mao II. Schließlich DeLillos opus magnum, Underworld, das noch einmal all das aufbietet, was in früheren Werken bestimmend war: Der verlorene Zusammenhalt der Gesellschaft nach dem Ende des Kalten Krieges, die Zentrierung um die verlorene Mitte, eine Leerstelle. Fast eine Fingerübung dagegen das schmale, wunderbare Kammerspiel The Body Artist.


   



BIBLIOGRAPHIE:

Americana, 1971

End Zone, 1972

Great Jones Street, 1973

Ratner's Star, 1976

Players, 1977

Running Dog, 1978

Amazons. An Intimate Memoir by the First Woman Ever to Play in the National Hockey League, 1981 (unter dem Pseudonym Cleo Birdwell)

The Names, 1982

White Noise, 1985

The Day Room. A Play, 1986

Libra, 1988

Mao II, 1991

Underworld, 1997

Pafko at the Wall. A Shot Heard Around the World. A Novella, 1997

Valparaiso. A Play, 1999

The Body Artist, 2001

Cosmopolis, 2003

Love - Lies - Bleeding. A Play, 2006

Falling Man, 2007


Eine hervorragende Website zu Don DeLillo, mit Textausschnitten, Rezensionen und ausführlichen Bibliographien finden sie unter der Adresse: http://perival.com/delillo/delillo.html  

 

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