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Postmoderne

Postmoderne als Weiterführung der Moderne?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Don DeLillo

Thomas Pynchon

Paul Auster

Fredric Jameson

Jean-François Lyotard

Joseph Heller

William Gaddis

 

 

POSTMODERNE

LITERATUR

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Aus der Perspektive des Westens hat in der Postmoderne alles den gleichen Entwicklungsstand und Grad der Rationalisierung erreicht, befindet Fredric Jameson. Also sei die Moderne entweder paradoxerweise durch eine unvollständige Modernisierung gekennzeichnet oder aber die Postmoderne die Vollendung der Moderne, moderner also als die Moderne selbst. Hier liegt einer der Gründe, weswegen man oft statt von der Postmoderne von der Hochmoderne spricht und sie als bloße Weiterführung der Moderne begreift statt als neue Epoche.

Auch zu Beginn der Moderne habe es gleichzeitig die unterschiedlichsten Epochenmerkmale gegeben. Denn schon damals sei die klare Einteilbarkeit der Geschichte in Epochen zuende gegangen, so Walter Grasskamp. Die Moderne sei keineswegs so monolithisch gewesen, wie sie von der Postmoderne aus gesehen werde. Und nicht zuletzt Fredric Jameson hat darauf verwiesen, dass hier das postmoderne Denken gerade durch Vorurteile der Moderne gegenüber geprägt ist.

Alle Merkmale der Postmoderne, so heißt es immer wieder, fänden sich schon in der Moderne selbst. Die Unübersichtlichkeit der Welt hätten schließlich die Autoren schon damals gezeigt, und auch mit der Identität seien sie beschäftigt gewesen. Wo es aber, könnte man einwenden, den modernen Autoren eher um die entfremdete Identität ging, ist es bei den postmodernen das fragmentierte Selbst. Auch Markt und Kapitalismus, die schließlich jene Entfremdung bewirken, waren Thema der Moderne. Doch entscheidender ist, dass die modernen Intellektuellen fast ausnahmslos Kritiker des Kapitalismus waren. Die Postmoderne allerdings akzeptiert den Kapitalismus, feiert ihn beinahe, von Andy Warhol bis Douglas Coupland.

Ein anderes Argument gegen die These, die Postmoderne sei nur die weitergeführte Moderne, kommt erneut von Jameson. Wenn dem so wäre, sagt er, dann seien anders herum die Spuren der Moderne nicht Anachronismus, sondern notwenige Bestandteile der neuen, der Post-Moderne, die einerseits auf ihren Kontext verweisen, andererseits aber zu einer Neubewertung der Postmoderne führen müssen. Vielleicht bietet John Barths These einen Ausweg, nach der die Postmoderne notwendig beides ist: Eine Reaktion auf die Moderne und gleichzeitig ihre Weiterführung.

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